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Frage / Antwort

Bezahlter Urlaub in Thailand: Wie viele Tage im Jahr 2026?

Manon
Manon SOS-Expat editorial

In Thailand hat jeder Arbeitnehmer, der 12 Monate ununterbrochen gearbeitet hat, gemäß Artikel 30 des Arbeitschutzgesetzes Anspruch auf mindestens 6 Tage bezahlten Urlaub pro Jahr. Viele Arbeitgeber gewähren je nach Betriebszugehörigkeit und Branche zwischen 10 und 15 Tagen.

Das gesetzliche Minimum: 6 Tage nach 1 Jahr Betriebszugehörigkeit

Das thailändische Arbeitschutzgesetz (Labour Protection Act B.E. 2541, aktualisiert 2019) legt das Minimum auf 6 Tage bezahlten Jahresurlaub fest. Dieses Recht entsteht nach einem vollen Jahr Arbeit beim gleichen Arbeitgeber.

  • Vor 12 Monaten Betriebszugehörigkeit: kein gesetzlicher Anspruch auf bezahlten Urlaub (aber möglich durch vertragliche Vereinbarung)
  • Ab 12 Monaten: mindestens 6 Tage gesetzlich garantiert
  • Darüber hinaus: je nach Unternehmenspolitik oder Tarifvertrag

💡 Gut zu wissen

In großen internationalen Unternehmen, multinationalen Konzernen und im Technologiesektor in Thailand ist es üblich, 10 bis 15 Tage bezahlten Urlaub bereits bei Vertragsunterzeichnung zu verhandeln. Das gesetzliche Minimum von 6 Tagen ist ein Mindestwert, kein Marktniveau.

Offizielle Feiertage im Jahr 2026

Zusätzlich zu den jährlichen Urlaubstagen haben Arbeitnehmer in Thailand Anspruch auf 13 offizielle nationale Feiertage pro Jahr, die von der Regierung festgelegt werden. Zu den wichtigsten gehören:

  • Neujahrstag (1. Januar)
  • Makha Bucha Fest (variabel nach dem Mondkalender)
  • Songkran Fest (thailändisches Neujahr, 13.-15. April)
  • Tag der Arbeit (1. Mai)
  • Geburtstag des Königs (28. Juli)
  • Tag der Königin / Muttertag (12. August)
  • Gedenktag für König Rama IX (13. Oktober)
  • Nationalfeiertag / Königstag (5. Dezember)
  • Tag der Verfassung (10. Dezember)
  • Silvester (31. Dezember)

Fällt ein Feiertag auf ein Wochenende, wird in der Regel am folgenden Montag ein Ersatztag gewährt.

⚠️ Achtung

Die Feiertage ersetzen nicht die jährlichen bezahlten Urlaubstage: Es handelt sich um zwei getrennte Rechte. Überprüfen Sie immer Ihren Arbeitsvertrag, da einige Arbeitgeber Feiertage auf Ihr Urlaubsanspruch anrechnen können — was gegen das Gesetz verstößt.

Proportionaler Urlaub und Übertragung

Wenn Sie weniger als ein Jahr gearbeitet haben, kann Ihr Arbeitgeber Ihnen, wenn er möchte, proportional zu den geleisteten Monaten Urlaub gewähren. Dies ist keine gesetzliche Verpflichtung, sondern eine gängige Praxis in gut strukturierten Unternehmen.

Was die Übertragung von nicht genommenem Urlaub betrifft, so verpflichtet das thailändische Gesetz nicht ausdrücklich dazu: Die Regelungen sind im Vertrag oder in der Betriebsordnung festgelegt. Es ist ratsam, diesen Punkt bei der Einstellung zu klären, insbesondere wenn Sie von Ihrem ursprünglichen Arbeitgeber entsandt werden.

✅ Praktischer Tipp

Verhandeln Sie vor der Unterzeichnung Ihres Vertrags in Thailand über die Anzahl der Urlaubstage, die mögliche Übertragung und die Regelung zum Kauf nicht genommener Tage. Diese Aspekte sind nicht alle gesetzlich geregelt und variieren stark von Arbeitgeber zu Arbeitgeber. Bei Zweifeln lassen Sie Ihren Vertrag von einem lokalen Anwalt überprüfen.

Für weitere Informationen

Bezahlter Urlaub ist nur ein Aspekt der Arbeitsgesetzgebung in Thailand. Für einen umfassenden Überblick — gesetzliche Arbeitszeit, Überstunden, Kündigung, Arbeitsvisum — konsultieren Sie unseren Leitfaden: Arbeitsrecht in Thailand 2026.

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⚠️ Hinweis

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine rechtliche Beratung dar. Die Gesetze und Vorschriften variieren je nach Land und ändern sich regelmäßig. Konsultieren Sie einen qualifizierten Fachmann für Ihre spezifische Situation.

FAQ

Sind bezahlte Urlaubstage in Thailand vor 1 Jahr Betriebszugehörigkeit verpflichtend?
Nein. Das thailändische Gesetz verpflichtet den Arbeitgeber erst nach 12 Monaten ununterbrochener Arbeit zur Gewährung von bezahltem Urlaub. Vor dieser Frist besteht kein gesetzlicher Anspruch, es sei denn, Ihr Vertrag sieht ausdrücklich proportionale Urlaubstage vor. Daher ist es wichtig, diesen Punkt bereits bei der Vertragsunterzeichnung in Thailand zu verhandeln.
Kann mein Arbeitgeber mir die Auszahlung meiner nicht genommenen Urlaubstage am Ende des Vertrags verweigern?
Prinzipiell müssen nicht genommene Urlaubstage bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Thailand ausgezahlt werden, es sei denn, im Vertrag oder in der Betriebsordnung ist etwas anderes ausdrücklich festgelegt. Wenn Ihr Arbeitgeber sich weigert, diese Tage zu bezahlen, können Sie das Arbeitsministerium (DLPW) kontaktieren. Ein lokaler Anwalt kann Sie bei diesem Verfahren unterstützen.
Wie viele bezahlte Urlaubstage werden durchschnittlich in ausländischen Unternehmen in Thailand gewährt?
In internationalen Unternehmen in Thailand (Technologie, Finanzen, Beratung) ist es üblich, bereits bei der Einstellung zwischen 10 und 15 bezahlte Urlaubstage pro Jahr zu erhalten, manchmal sogar mehr mit zunehmender Betriebszugehörigkeit. Das gesetzliche Minimum von 6 Tagen wird in diesem Kontext selten allein angewendet. Die Urlaubspolitik variiert je nach Unternehmen, Nationalität des Arbeitgebers und Position.
Werden thailändische Feiertage von meinen bezahlten Urlaubstagen abgezogen?
Nein, die offiziellen Feiertage sind von den jährlichen bezahlten Urlaubstagen in Thailand getrennt. Ein Arbeitgeber kann gesetzlich keinen Feiertag auf Ihren Urlaubsanspruch anrechnen. Wenn Ihr Vertrag dies vorsieht oder Ihr Arbeitgeber dies praktiziert, stellt dies einen Verstoß gegen das Arbeitschutzgesetz dar. Bei Streitigkeiten sollten Sie einen Anwalt für Arbeitsrecht in Thailand konsultieren.
Beeinflusst mein Arbeitsvisum meine Urlaubsansprüche in Thailand?
Der Typ des Visums (Work Permit, BOI, SMART Visa usw.) hat keinen direkten Einfluss auf Ihre Ansprüche auf bezahlten Urlaub, solange Sie durch einen lokalen Arbeitsvertrag an einen thailändischen Arbeitgeber gebunden sind. Wenn Sie jedoch von Ihrem ursprünglichen Unternehmen (französisch, belgisch, schweizerisch, kanadisch usw.) entsandt werden und von Ihrem Heimatland bezahlt werden, können die Regeln Ihres Entsendelandes zusätzlich gelten. Überprüfen Sie Ihre Entsendevereinbarung und konsultieren Sie Ihre Personalabteilung oder einen lokalen Anwalt.

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